Erdnussallergie – Informationsseite
In den USA wurde die Diskussion um Lebensmittelallergien und deren Auswirkungen wieder angeheizt durch einen Fernsehbeitrag am 20. September 2002. Schwerpunkte der Reportage waren insbesondere Erdnussallergien und die Kennzeichnung ("Labelling") allergenhaltiger Lebensmittel. Aus diesem Anlass gibt der ake zu diesem Thema eine kurze Stellungnahme ab:
 
Allergie – Lebensmittelallergie – Erdnussallergie

 

Allergische Reaktionen stellen ein ernstes medizinisches Problem dar, das verschiedene gängige Lebensmittel betrifft, wie Milch, Eier, Fisch, Erdnüsse, andere Nüsse, Weizen und Soja, aber auch Wassermelone und Shrimps. Zwar ist die Zahl der Lebensmittelallergiker sehr klein –Schätzungen gehen von etwa 2 % der Bevšlkerung aus, weit weniger, als allgemein angenommen –, dafür sind die Konsequenzen für einen Teil dieser Personen jedoch umso drastischer: Sie kšnnen in schweren Fällen und bei verzögerter Behandlung sogar zum Tod führen.

Die Lebensmittelsicherheit ist eine der wichtigsten Anliegen der Snacks produzierenden Industrie. Sie versucht daher den Verbrauchern bei der Auswahl ihrer Lebensmittel zu helfen, indem sie Inhaltsstoffe, die allergische Reaktionen hervorrufen kšnnen, soweit wie möglich kennzeichnet. Hinter dieser unter dem Begriff "Labelling" bekannten Maßnahme stehen umfangreiche Bemühungen der Lebensmittelindustrie, die in "Industry Guidelines" festgelegt sind. Diese beinhalten beispielsweise Empfehlungen für die Verarbeitung allergener Lebensmittel von der Anlieferung bis zur Lagerung. Da bestimmte Allergene sogar durch die Luft übertragen werden, sind diesen Bemühungen teilweise auch technische Grenzen gesetzt.

Während das "Labelling" offensichtliche Vorteile bietet, zeigen Untersuchungen jedoch auch dessen Grenzen auf: Zum Einen neigen die Verbraucher durch die Kennzeichnung der Produkte dazu, sich in der falschen Sicherheit zu wiegen, ihnen könne jetzt nichts mehr passieren. Zum Anderen hatten in den meisten dokumentierten Fällen die Betroffenen keinen Zugang zum Label des Produktes. Sie kommen damit in Kontakt durch ein Essen im Restaurant oder, besonders bei Kindern, durch Freunde, die ihnen Nahrung anbieten, ohne von der Allergie zu wissen.

Um das verbleibende Risiko zu minimieren, bleibt nur die Möglichkeit der Information, Schulung und Vorsorge, um eine allergische Reaktion sofort erkennen zu können und sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten zu kšnnen. So müssen Allergiker sich selbst darüber im Klaren sein, wie gravierend die Auswirkungen einer allergischen Reaktion für sie sein können – auch Kinder. Das Umfeld muss informiert werden und die Verhaltensmaßregeln im Ernstfall kennen. Erste-Hilfe-Medikamente müssen jederzeit mitgeführt werden und zugängig sein – in Schulen und Kindergärten beispielsweise sollten sie Bestandteil des Erste-Hilfe-Ausrüstung sein.

 
Weitere Informationen finden Sie beispielsweise unter folgenden Links:

www.ific.org
www.peanutsusa.com
www.anaphylaxis.co.uk
www.foodallergy.org

Frühere Veröffentlichungen:

AKE Symposium 1997: Broschüre zum download

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